2013-04 Donau-Runde

Bild-01Straubinger Tagblatt | Straubinger Rundschau | 06.04.2013

Sporteln, fischen und Kunst am Donaustrand

Erste Donau-Runde tauschte sich über Ideen und Möglichkeiten zur Flussgestaltung

 

Auch wenn die Kulisse noch trist ist, die ersten Angler genießen die Natur vor der Haustür bereits. Am Ufer gegenüber hätten die Motorbootfahrer Interesse an einer Anlegestelle für Wanderfahrer im sogenannten Winterhafen. Aber ob das gut ist für den Fischbestand im Stadtwasser?

Die Donau und ihr Ufer vor unserer Haustür wird seit jeher gerne zum Spazierengehen, Lauftraining, Radeln, Fischen, Kanufahren, Rudern, als Grillplatz und einmal leider zum Ertränken einer hübschen Augsburgerin genutzt. Freizeitbeschäftigungen auszubauen und mit neuen Ideen das Naherholungsgebiet noch attraktiver zu machen, dafür engagiert sich seit 2006 der Verein „Erlebnisraum Donau". Dessen Vorsitzender Johann Lenz und sein Stellvertreter Hans Ritt luden am Donnerstagabend zur ersten Donau-Runde Vereine, Anwohner und Behörden in den Saal des Gäubodenhofs ein, um sich kennenzulernen und Ideen und Anliegen rund um den Fluss auszutauschen.

Die Interessen sind natürlich vielfältig, die Ruderer wollen den „natürlichen unbelassenen Spielraum" pflegen, die Angler den Lebensraum für die Fische erhalten, das Tourismusamt hat Anfragen für Motorbootsanlegstellen, für Wanderfahrer, die gerne eine Nacht oder zwei anlegen möchten, um die Stadt zu entdecken. Und natürlich sollten alle Zugänge zum Fluss behindertengerecht sein, zu einer sauberen und freifließenden Donau – ohne Babywindeln, Hundekot oder anderen Abfall am Ufer.

Rührig und mit vielen Details und Anekdoten über die (un)sinnige Zusammenarbeit mit der Stadt, die seine Liebe zum Erlebnis Donau deutlich machten, moderierte Vorsitzender Lenz die Runde und fragte gerne nach Meinungen zu verschiedenen schon vorgebrachten Ideen.

„Prominade" mit berühmten Straubingern

Die Idee einer „Prominade", also Hinweistafeln auf berühmte Straubinger, fand Gegenliebe. Für ein paar Tafeln würden sich Sponsoren finden, so Lenz. Größe, künstlerische Gestaltung und Art der Anbringung will man noch ausdiskutieren. Nur schade, dass die Stadt sich seit einem Jahr nicht mehr zum Thema gerührt habe, bedauert er. Eingereicht worden sei es bereits vor eineinhalb Jahren. Generell stoße man aber auf viel Interesse bei der Stadt für die Arbeit des Vereins, nur leider seien die Stadtkassen leer. Regensburger Studenten hatten für ein Semesterprojekt Pläne für eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke beim Schloss zwischen Adler und dem ehemaligen Campingplatz gefertigt. Den Standort so nahe bei einer Brücke fanden einige nicht sinnvoll. Auf Höhe von St. Peter könnte man Radtouristen oder einheimische Sportler doch gut zur historischen Basilika oder dem Römerpark lenken. Allerdings war man sich schnell einig, dass solch ein Projekt weder von der Stadt „auf Jahre hinaus" finanziert werden könnte und schon gar nicht vom Verein. Aber in der Schublade würden die Pläne bereitliegen. Ein kleiner Lehrgarten mit Pflanzungen von nachwachsenden Rohstoffen am Donauufer in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum wäre doch auch möglich, meinte Lenz.

Donau-Picknick mit 400 Gästen

Neben der Entwicklung von Ideen und dem Kontakt und Nachbohren bei der Stadt, will der Verein natürlich vor allem allen Straubingern und Gästen die Schönheit der Donau näherbringen. Als Höhepunkt im Vereinsjahr hat sich hier das Donau-Picknick herauskristallisiert. Das lockte im vergangenen Jahr rund 400 Gäste an, die sich alle bei guter Musik selbst verpflegten und nachher natürlich die Wiese gegenüber dem Herzogschloss wieder sauber hinterließen.

Zur ersten Donau-Runde waren 22 Teilnehmer von etwa zehn Vereinen und Ämtern erschienen. Einige andere hatten wegen der Osterurlaubszeit keine Zeit. Der Verein Erlebnisraum Donau plant für Oktober aber eine Fortsetzung der Donau-Runde, bei der noch andere Vereine oder Anlieger, also alle Freunde des Flusses, dazustoßen können, damit alle naturnah ihren Hobbys an der Donau frönen dürfen: Die Sportler, die Fischer und die Picknicker, nur hübsche Augsburgerinnen sollte man nicht mehr im Fluss ertränken. Viel besser ist es, wenn Straubinger mit Straubingerinnen einen romantischen Abendspaziergang an der Donau genießen. Noch eine gute Idee! -su-

 

Hier der Zeitungsartikel aus dem Straubinger Tagblatt: Zeitungsartikel.pdf

Hier die Zusammenstellung des Vortrags.