2014-09 Freizeit, Tourismus u. Wirtschaftskraft durch Nähe zur Donau

Bericht von Frau Elisabeth Warnstorff

Straubing soll sich der Donau zuwenden

Donaurunde2014-01In der zweiten Donaurunde des Fördervereins "Erlebnisraum-Donau" bestand bei allen Anwesenden Einigkeit, dass die Straubinger ihre Donau besser annehmen sollen, um sowohl einen Zuwachs an Freizeitwert, Tourismus und Stärkung der Wirtschaftskraft als auch Landschaftspflege zu erreichen. Zum Meinungsaustausch im Hotel Gäubodenhof waren Donauanlieger, Vertreter von Vereinen, die ihr "Revier an oder auf der Donau" haben, Verbände sowie Behördenvertreter gekommen. Ein Film über das Leben am Fluß soll erstellt werden. Vormerken sollten sich die Straubinger auch das letzte Maiwochenende.

 

Ein Slackline-Weltrekordversuch von Lukas Irmler der in fünf Meter Höhe die Donau überqueren will, eine Jumpline-Show und das Donaupicknick stehen auf dem Programm. Johann Lenz, Vorsitzender des Fördervereins "Erlebnisraum Donau", erinnerte an die geplanten Messingplatten für Prominente an der Promenade, den gut angenommenen Schreibwettbewerb mit 203 Beiträgen, die Veranstaltung "stromfreie Zwischentöne", die Motorbootproblematik für Durchfahrende, den Winterhafen, fehlende Anlegemöglichkeiten, den Aufgang zum Finanzamt, den Radweg und das "NaWaRo-Gelände" sowie die Erfahrungen mit dem Donaupicknick. Zu einem vorbereiteten Fragekomplex hinsichtlich geplanter Aktivitäten, erforderlicher Rücksichtnahme, Zusammenarbeit und Terminplanung nahm jeder Vertreter Stellung. Problematisch sei der bei Hochwasser abgelagerte Schlamm, der mit Brennnessel überwuchere. Der Bewuchs schränke den Zugang zur Donau zwischen den Buhnen sowie den Kiesstränden ein. "Das Gebiet um die Anlegestelle ist ein Aushängeschild für Straubing" und obwohl dort unterschiedliche Eigentumsverhältnisse vorliegen, müsse etwas gemacht werden, betonte Johann Lenz. Auch dürfe es zu keiner Verschlechterung führen, obwohl es als FFH-Gebiet (Fauna-Flora-Habitat) bezeichnet werde. Im Altwassergebiet entwickle sich das Weichholz zum Hartholz und verändere die Auenlandschaft, pflichtete Reinhold Maier, Vorstand des Bezirksfischereivereins bei. Der Motorboot- und Wasserskiclub erhalte viele Anfragen von Touristen mit Boot, aber mangels Gastronomie und sonstiger Versorgungsmöglichkeiten "fahre man an Straubing nur vorbei". In Regensburg seien über 50 000 Sportboote registriert und auch Deggendorf profitierte von der Wirtschaftskraft des Wassersports. Rücksichtnahme und Verständnis seien an der Wasserskistrecke unabdingbar, da mit Kindern im Schlepptau die Geschwindigkeit nicht einfach reduziert werden könne. Die frühere Anlegestelle der "Arthur Kaspar" könnte sowohl behindertengerecht ausgebaut, als auch von Fischern genutzt werden. Der MSC sieht sich einer verschärften Situation ausgesetzt, da jedes Boot das zum Gelände über den Altarm fahre, registriert werden muss. Das Gelände könne daher nicht wie gewünscht ausgenutzt werden. Für den Agnes-Bernauer-Festspielverein wäre eine künftige Einbindung der Donaupromenade denkbar, die Zu- und Abgänge durch den Schlossumbau seien jedoch noch nicht bekannt. Gespielt werde auf jeden Fall im Jahr 2015. Der Kanu-Club, vertreten durch Hubert Hilmer, plant zahlreichen Veranstaltungen. Als Hoffnungsschimmer sehe er, dass im Bereich Peterswöhrd "mittelfristig mit dem Neubau der Hochschule etwas entstehen werde und dann auch dort an der Donau was passiert". Reinhardt Gasch vom Lions Club Straubing betonte, dass bereits ein Konzept vorhanden sei, jedoch die Mittel zur Umsetzung fehlten. Der Lions Club stehe hinter dem Konzept. Mit einer Anschubfinanzierung aus dem Erlös des Trödelmarktes wurde die Uferpromenade gefördert. Es müsse ein Rhythmus entstehen. Eine Gastronomie und "Events" am Adler müssen die Straubinger an die Promenade holen. Dazu brauche es die Unterstützung der Bevölkerung. Umfangreich fiel die Stellungnahme des Bund Naturschutz aus. Der Bau eines Hafens erfordere einen Ausgleich der Eingriffe. Schwimmende Anlegestellen hätten jedoch keine umwelttechnischen Auswirkungen. Bezüglich des Auengebiets Peterswöhrd und der Biberproblematik bestehe Redebedarf. -ewa-

 

Bild von Frau Elisabeth Warnstorff: 

Moderiert von Johann Lenz, Förderverein "Erlebnisraum Donau" (2. Reihe links) entwickelte sich bei der zweiten Donaurunde ein reger Interessenaustausch von Vertretern von Vereinen, Verbänden und Behörden zur Verbesserung der Situation an der Donau.